Wasserstoff-Pläne in Duisburg sind klarer Arbeitsauftrag

Erstellt von Joachim Bäumer | | Finanzen

Die Landesregierung spricht sich für ein Innovationszentrum in Duisburg aus. Das hat Auswirkungen über die Stadtgrenzen hinaus. SPD-Fraktion fordert Präzisierung der Oberhausener Wasserstoffpläne.

Die Ankündigung von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), ein Innovationszentrum für Wasserstoff-Technologien nach Duisburg holen zu wollen, ist nach Einschätzung der SPD-Ratsfraktion ein klarer Arbeitsauftrag für die Verwaltung und Wirtschaftsförderung. „Der Ministerpräsident spricht ja davon, dass dies ein ,Magnet für die Branche‘ werden soll“, so Thomas Krey, Wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. „Dann müssen wir jetzt dafür sorgen, dass dessen Anziehungskraft auch noch in Oberhausen deutlich zu spüren ist.“

Im September vergangenen Jahres hatte Laschet kurz vor den Kommunalwahlen den MAN-Standort in Sterkrade besucht und dort ebenfalls eine Ansiedlung der Zukunftstechnologie ins Spiel gebracht: Ein Wasserstoff-Campus auf dem MAN-Gelände, so Laschet damals, wäre eine Investition in die Zukunft, von der nicht nur Oberhausen profitieren würde, sondern auch das Land. „Wir hoffen, dass sich der Ministerpräsident an seine Vision auch nach der Kommunalwahl noch erinnert“, so Thomas Krey.

Dass sich die Landesregierung für ein Innovationszentrum in der Nachbarstadt ausgesprochen hat, müsse ja kein Nachteil sein. „Aber wir müssen unsere Planungen jetzt präzisieren“, erklärt Krey. „Wo ist die Lücke, in die wir stoßen können, und in welchem Bereich können wir vielleicht sogar Synergien heben?“ Für die nächste Sitzung des Wirtschafts- Digitalisierungsausschusses hat die SPD die Verwaltung um eine Präzisierung der Oberhausener Wasserstoffpläne gebeten.

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Thomas Krey, Bezirksbürgermeister und Wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion.