Autobahnkreuz: Soviel Wald wie möglich erhalten

Erstellt von Joachim Bäumer | | Planung

Am Montag beauftragt die Politik die Verwaltung, die Stellungnahme der Stadt zum Ausbau des Kreuzes Oberhausen einzureichen

Mit dem Um- und Ausbau des Autobahnkreuzes Oberhausen wird sich am Montag der statt des Rates tagende Haupt- und Finanzausschuss befassen. Er wird die Verwaltung beauftragen, die gut 50 Seiten starke Gesamtstellungnahme der Stadt Oberhausen bei der Planfeststellungsbehöre - der Bezirksregierung Köln - einzureichen. Nach dem Vorschlag der Verwaltung sollte der Ausschuss die verkehrlichen Verbesserungen und den Ausbau des Lärmschutzes positiv zur Kenntnis nehmen, allerdings auch "eine weitere Minimierung des Flächenverbrauchs" einfordern.

Der Änderungsantrag der SPD-Fraktion zu dieser Vorlage zielt etwa in der Frage des Flächenverbrauchs zwar in die gleiche Richtung, fordert aber einen stärkeres Engagement für den Erhalt möglichst großer Waldflächen ein. "Oberhausen ist jetzt schon verkehrlich stark belastet, unsere Waldflächen sind nicht so groß, deshalb auch besonders wertvoll und schützenswert", erklärt Manfred Flore, Umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. "Zudem sei die Stadt etwa durch den Ausbau der Betuwe-Strecke und den Umbau des Emschersystems besonders stark durch große Bauprojekte belastet. Rat und Verwaltung seien deshalb beonsers verpflichtet, Flächenverbrauch und Eingriff in die Natur so gering wie möglich zu halten.

"Deshalb wollen wir vom Fernstraßenbundesamt konkret wissen, warum die umweltverträglichste Umbau-Variante keine zumutbare Alternative sein soll", erklärt Flore. In dieser Frage fordert der Änderungsantrag die Verwaltung auf, hartnäckig zu bleiben. "Darum wollen wir auch, dass die Stadt sich eine rechtliche Prüfung vorbehält." Zudem fordern die Sozialdemokraten in diesem Zusammenhang eine Lösung der aktuellen Verkehrsprobleme auf beiden Seiten der Anschlussstelle Dinslaken-Süd - wenn dies notwendig erscheint, auch durch einen Ausbau der B8. Da die Folgen des Umbaus innerstädtisch vor allem den Ortsteil Schmachtendorf betreffen werden, fordert die SPD zudem, die Verkehrskonzepte abzustimmen und zu dokumentieren.

 

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Foto: RVR
Ein Blick von oben auf das Autobahnkreuz Oberhausen. Nach Ansicht der SPD muss für den Ausbau die Variante mit dem geringsten Flächenverbrauch gewählt werden.

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